Stall & Box
Einstreu sparen mit Stallmatten: Was sich wirklich rechnet
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Einstreu ist einer der größten laufenden Kostenpunkte im Pferdestall. Stallmatten ersetzen die Polsterschicht – die Einstreu muss dann nur noch Feuchtigkeit binden. Das senkt Verbrauch, Mistmenge und Arbeitszeit.
Wie viel Einstreu lässt sich sparen?
In der Praxis berichten Ställe von 30 bis 50 Prozent weniger Einstreu, je nach vorheriger Einstreuhöhe und Haltungsform. Weniger Material bedeutet auch weniger Mist, der entsorgt werden muss.
Wie viel Einstreu Sie sparen, hängt von Pferd, Einstreuart und Haltung ab. Auf Matten braucht die Einstreu vor allem die Aufgabe, Urin zu binden, nicht mehr den Boden zu polstern. Dadurch genügt oft eine dünnere Schicht.
Richtig einstreuen auf Matten
Auf Matten genügt eine dünne, saugfähige Schicht. Gut geeignet sind Späne, Pellets oder kurz gehäckseltes Stroh. Den Nassbereich täglich entfernen, die Box regelmäßig ganz ausmisten und die Matte trocknen lassen.
Streuen Sie dort, wo das Pferd hauptsächlich uriniert, etwas mehr ein und im Rest der Box weniger. Viele Pferde nutzen immer dieselbe Ecke. Das spart Material und erleichtert das Abmisten.
- Späne/Pellets: 5–8 cm reichen meist aus
- Stroh: lockere Schicht, Fressverhalten beachten
- Einmal pro Woche Matten freilegen und ablüften
Amortisation grob gerechnet
Ob und wann sich Matten rechnen, hängt von Einstreupreis und Verbrauch ab. Rechnen Sie Ihre bisherigen Monatskosten für Einstreu und Entsorgung gegen den Mattenpreis – bei vielen Betrieben ist die Investition nach ein bis zwei Jahren wieder drin.
Neben der Einstreu sparen Sie auch Zeit beim Abmisten und Kosten für die Mistentsorgung, weil weniger Material anfällt.
Auch draußen sparen
Matschige Ausläufe treiben den Einstreuverbrauch zusätzlich, weil nasse Hufe Schmutz in die Box tragen. Befestigte Paddocks vor dem Stall halten die Box länger sauber und trocken.
Auch im Auslauf lässt sich sparen. Befestigte Flächen brauchen weniger Ausgleichsmaterial, und es wird weniger Schmutz in den Stall getragen.
So messen Sie Ihre eigene Ersparnis
Notieren Sie einen Monat lang vor dem Umbau, wie viele Ballen oder Säcke Sie verbrauchen. Nach dem Verlegen der Matten machen Sie dasselbe. So sehen Sie schwarz auf weiß, was die Matten im eigenen Stall bringen.
Rechnen Sie auch die Zeit mit. Wer jeden Tag zehn Minuten schneller abmistet, gewinnt über ein Jahr viele Stunden.
Häufige Fragen
- Riechen Gummimatten?
- Neue Matten können anfangs leicht riechen; das verfliegt nach einigen Wochen. Hochwertige Matten sind von Beginn an geruchsarm.
- Sind Matten für Offenstall-Liegehallen geeignet?
- Ja, gerade in Liegehallen mit vielen Pferden lohnt sich die Einstreuersparnis besonders.
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